Mittwoch, 30. Dezember 2015

Fritz Raddatz "Die Tagebücher in Bildern"

Zum Jahresausklang ein paar Sekunden bei einer herausragenden Persönlichkeit verweilen, die in diesem Jahr das Zeitliche segnete.
Ich entdecke sein Werk und seine Bedeutung für die deutsche Literatur- und Kultur-Szene erst im nachhinein.
R.I.P. ...
Ein schönes Buch, diese "Tagebücher in Bildern".
                                                                                           *RS*
                  

Dienstag, 29. Dezember 2015

Akif Pirincci in Hamburg (1)

                         
Es hat drei Wochen gedauert, bis es zum Hochladen dieses Ausschnitt von der Lesung Akif Pirinccis und dem Drumherum am 5.12. in Hamburg kommen konnte. Ein etwas längerer Film wurde von You Tube zurückgehalten. Bis Mai dürfen wir keine Videos mehr auf You Tube veröffentlichen, die 15 min oder länger sind. Ein Blödmann hatte sich beschwert, weil wir dem Video über seine "Punk"-Band das Zeichen für Political NON Correctness beigefügt hatten... - Jetzt also A.P. aus seinem Buch "Die große Verschwulung" ... angemerkt sei, daß Pirincci NICHT gegen Homosexualität oder Homosexuelle ist, sondern nur gegen den irrsinnigen Hype, der darum veranstaltet wird ...
                                                                                                                                      *RS*                                    

R.I.P. Lemmy Kilmister

                                                      
Gestern ließ, 70-jährig, der Gründer von Motörhead das Diesseits hinter sich ---
Hier eines meiner Lieblingsstücke ---

Rest In Peace Lemmy Kilmister  
                                                                                     *RS* 

AfD-Politiker hilft Flüchtlingen


Die aktuelle Ausgabe der Jungen Freiheit enthält ein ausführliches Interview mit dem bayrischen Landesschatzmeister der AfD, Andreas Strixner. Der Mann engagiert sich für Flüchtlinge. In seinem Heimatdorf gründete sich ein Helferkreis, zu dem auch Strixner gehört. Die Sache ist ungewöhnlich, da von der AfD ein öffentliches Bild vorherrscht, nach dem die Mitglieder der Alternative für Deutschland entweder Nazis sind oder zumindest ganz weit "rechts" und auf jeden Fall Ausländerfeinde, reaktionär, Rassisten etc. Strixner hilft und berät im Rahmen der in Deutschland geltenden Gesetze. "Ich mache den bei uns untergebrachten Asylsuchenden ... nichts vor. Sie wissen, daß ich versuche, ihnen konstruktiv, aber im Rahmen der Gesetze zu helfen und nicht -wie linke Flüchtlingshelfer- sie dabei unterstütze, um jeden Preis, notfalls illegal, im Land zu bleiben."  ***  Der stellvertretende AfD-Vorsitzenden Gauweiler soll Flüchtlingshelfer als "nützliche Idioten" abgetan haben. Strixner stellt klar, was Gauweiler tatsächlich sagte: "Die Kommunen sind am Ende, und die bewundernswerten Helfer werden immer mehr zu nützlichen Idioten einer verantwortungslosen Utopie herabgewürdigt". ***  
Ein sehr erfreulicher Artikel --- Zu wünschen wäre für 2016, daß sich die total vergiftete Atmosphäre in Deutschland rund um das Thema Asyl etwas entkrampft und entspannt. Ich bin skeptisch. Denn der AfD wird die Rolle eines Sündenbocks aufoktroyiert, welcher in der jeden intellektuellen Standard unterbietenden Situation in Deutschland offenbar gebraucht wird. Aber: Es gibt einen Funken Hoffnung: Daß einige unbequeme Wahrheiten doch noch gehört, gesehen, gelesen werden.  
                                                                                                                              *RS*    

Bazon Brock packt aus

                                                            
Bazon Brock: Künstler, Fluxus-Beweg(t)er, Professor für Ästhetik und Kulturvermittlung, mit einem sehenswerten Statement anläßlich der Ausstellung "Credo" im Diözesan-Museum Paderborn, 27.7.-3.11.2013. Thema der Ausstellung war die Christianisierung Europas im Mittelalter.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Bismarck, Elsässer, Höcke


Was haben Jürgen Elsässer (Compact-Magazin für Souveränität) und Björn Höcke (AfD) mit Reichskanzler Bismarck (1815-1898) gemein? Auf einem Foto in Compact posieren sie vor einem Bildnis des berühmten deutschen Staatsmannes; auf meiner Collage ersetzte ich dieses Bild durch ein Zigarrenetikett. In meinen bescheidenen Geschichtskenntnissen steht Bismarck für repressive "Sozialisten-Gesetze" - und für die Schaffung des ersten Sozialversicherungs-Systems in Deutschland. Elsässer, einst Sprecher des KB (Kommunistischer Bund), gilt heute als "Rechts-populist", Höcke als "Rechtsaußen" der AfD. Ich bin gespannt, wie sich die intellektuellen Debatten in diesem Land entwickeln werden - ob zB Höcke und Elsässer überhaupt als Intellektuelle wahrgenommen werden. Momentan versuchen politisches Establishment und Mainstream-Medien die beiden mit allen Mitteln zu mobben
                                                                *RS*   

Samstag, 26. Dezember 2015

dAnke + "alles Liebe" ---


dAnke Bettina, Roland, Sönke, Edith, Heidi, Ernst, Elke, Jan, Lothar, Andrea, Heike, Eddy, Steffi, Elly, Thomas, Tine
                                   ...
                                            *RS*

PP Pasolini "Die Türken in Friaul"

Der Friaul, im Nordosten Italiens gelegen, ist die Heimatregion des Dichters, Regisseurs und Schrift-stellers Pier Paolo Pasolini (1922-1975). ** Ende des 15. Jahrhunderts fielen die Türken mehrfach in die Gegend ein; 1499 entging Pasolinis Heimatort Casarsa wie durch ein Wunder der Verwüstung. Eine Inschrift in der Kirche Santa Croce in Casarsa erinnert daran. ** 1944 schrieb Pasolini das Theaterstück, das in einer schlichten, unspektakulären Weise die Ereignisse von 1499 erdichtet und die Religiosität wie auch Zweifel und Erdverbundenheit der einfachen Bauern und Bewohner  darstellt. Stilistisch ist "Die Türken in Friaul" erzählende Lyrik; einige Passagen sind in Latein gehalten. Ich kann mir das Stück auch als Schattentheater vorstellen, mit einem Erzähler vor der Bühne und hörspielartigem Charakter. 
1944 wurde der erste Teil des Stücks in einer Zeitschrift veröffentlicht; als Ganzes erschien "Die Türken in Friaul" erst 1976 auf italienisch, ein Jahr nach der Ermordung Pasolinis; die deutsche Ausgabe erschien in den 90-er Jahren.
                                                                                                                             *RS* 

 

Freitag, 25. Dezember 2015

2.Weihnachtstag


essen
noch mehr essen ?
MUHHHH
Es rieselt kein Schnee, aber
draußen ist es leise
Fast
keine Autos ---
                                         *RS*

Aus und nach Syrien ---

                                                                                                                                          *RS*

Friedrich Gulda


Dieses Buch von 1971 nahm ich aus einer Bus-Bücherei in Hamburg-Bergedorf mit. ** Friedrich Gulda (1970-2000) ist ein Musik-Dino aus vergangenen Zeiten. Seine Notizen stammen aus den 50-er und 60-er Jahren - er veröffentlichte sie, mit Kommentaren versehen, 1971. Unter "I." (Seite 9) zitiert er seine eigenen Notizen "Unegoistische Handlung: Nicht-Ich-Sein, Außersichsein    1953" und merkt dazu u.a. an: "Ist nicht der gute Musiker Spender von Güte, Mitleid, compassion für seine Zuhörer? Darf er dabei "sich selbst genießen"? Nein. Merk's, Virtuose und Showman: Self-consciousness macht musikunfähig. Musikfähig ist der, der "nicht ich", "im Zustand der Gnade", "inspiriert", "in Zungen redend" ist. "Außersichsein" nennt das die feinfühlige Sprache." --- Ungewöhnliche Bemerkungen! ... das ganze Buch ist voll davon ... Gulda war ein sehr präziser Musik-Handwerker-Komponist wie auch kritischer Beobachter der Gesellschaft. ** Zum Teil hat er -so meine Einschätzung- Tendenzen der 68-er-Bewegung in sein Denken übernommen, zeitweilig jedenfalls. Auf Seite 11 zitiert er seine Notizen aus 1953: "III. Klassik: Darstellung des Seins. Impressioniusmus: Darstellung der Erscheinung. Beide sind Boten der Religion, aber der Impressionismus ist sozusagen "Religion aus zweiter Hand" (d.h. der Zuhörer oder Betrachter kann sie sich "hinzudenken")." und fügt aus (damals) aktueller Sicht hinzu: "Jugendlich hart und vorlaut, im Ausdruck nicht gerade wählerisch; trotzdem bemerkenswert. Vielleicht könnte man milder, aber korrekter sagen: Daß die Impressionisten sich so ausschließlich auf das sinnlich Wahrnehmbare festlegten, ist erstens als Reaktion auf den bräunlich-pseudomystischen Dunst der Hochromantik verständlich, und zweitens war vielleicht gerade dieser "Mut zur Sinnlichkeit" nötig und heilsam ..."  Ob Gulda, lebte er heute noch, zu seiner Invektive gegen die Hochromantik (mit der in Persona m.E. Richard Wagner gemeint war) und Worten wie "bräunlich-pdeudo-mystischen Dunst" stehen würde, weiß ich nicht. Sicher ist: Das Buch ist auch heute noch lesenswert - weil Gulda sich als kompetenter Kenner der Musik-Materie erweist. Er war ein Fachmann, der auch Moral ins Spiel brachte.   
                                                               *RS* 

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Bescherung

Heute ist Heiligabend. Mit am meisten freue ich mich über ein Paket meines alten Freundes Ronald aus Schriesheim; wir kennen uns seit 1970. *** Ungelesen auf dem Boden bleibt das Mitteilungsblatt "meiner" Gewerkschaft ver.di. Was hat sie mir in diesem Jahr beschert? Nichts. Nothing. Nientaffato. Ach ja, 1 bisserl warme Luft - UND?? ...  ***
                     *RS*



                                                                                                                                        

Dienstag, 22. Dezember 2015

Deutsch-griechische Freundschaft

Fotografiert in HH-Hummelsbüttel;
vor dem Restaurant "Arete"
                                    (deutsch: Tugend).
                                                                      *RS* 

 

Oh Tannenbaum ...


    Cowboy

Mein Herz ist schmutzig
gefüllt mit Pein;
Zu Weihnachten fällt mir sonst
nicht viel ein
   - doch, dies noch:

                    Verletzter Stolz
                                        mäandert
                                 schneelos
                                                this year

Frommer Wunsch:
Dazugehören möcht ich
trotzdem.

                    - Aber wie??

                                                       *RS*

Jacob Augstein "Die Tage des Gärtners"

Im Vorwort wird versprochen "Dies ist ein Buch über die Liebe zur Natur und über die Sehnsucht des Städters, ein Buch für den Gartenliebhaber jeden Alters und jeden Wissenstandes." Dies Buch thematisiert die Arbeit im Garten, versucht darüber hinaus jedoch noch weitaus mehr zu sein. Der Einleitung ist ein Zitat von Heinrich von Kleist vorangestellt. Im weiteren Verlauf der Plaudereien werden munter immer mehr Dichter, Schriftsteller, Musiker, Ornithologen und sonstige kluge Menschen mit Zitaten eingebracht: Bertold Brecht, Leo Lionni, Nikolaus Harnoncourt, Hölderin, Rilke, John Stuart Mill, Thomas Bernhard etcetc. Augstein glänzt mit einer Fülle an Wissen über Pflanzen, deren Behandlung in den verschiedenen Jahreszeiten, und weil ihm das offenbar zu wenig war, macht er eine Art Bildungs-Roman aus seinem Buch. Da finden sich aneinandergereihte Belanglosigkeiten wie "Von Natur aus, wie gesagt, wächst im Garten nichts. Nicht einmal Unkraut." (S. 33), ab und an kraftmeierische Gespreiztheiten: "Es gibt ja Leute, die meinen, ein Gespräch über Laufenten sei gleichsam ein Verbrechen, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließe" (S. 12). Mit dieser Variation auf Gedichtzeilen von Erich Fried beweist der Autor sich und dem Leser einen hohen Grad an Bildung - aber es hätte dem Buch gutgetan, diesen Anspruch präzise zu formulieren und nicht wie nebenbei, lässig, dem Thema Natur aufzupropfen. Augstein läßt sich über die Vorbesitzer des Gartens aus, zwei miteinander befreundete und dann verfeindete Orchester-Musiker und ihre Familien. Er schließt von diesen Menschen auf den Zustand des Gartens. Statt dieser Spekulation, die etwas sehr Indiskretes hat, hätte ich mir gewünscht, Augstein hätte über sich und seinen Anspruch geschrieben, seine Motivation, dieses Buch zu machen und das Risiko einzugehen, es zu überfrachten. - "Herrschaft über die Natur, das ist eine Mission, die wir niemals erfüllen können" behauptet der Autor auf Seite 85, er erwähnt die Bibel und ergeht sich in Spekulationen über die Unendlichkeit und Unfaßbarkeit der Natur, verhalten schwärmerisch bis bildungsbesessen; auf den Seiten 88 und 89 werden, in lockerem Plauderton, die Herren Petrarca, Cezanne und der mir unbekannte Dramatiker Fritz Kater eingeführt. Das ist ganz nett, ist aber hart an der Grenze, in pseudophilosophisches Geschwafel auszuarten --- die Grenze erweist sich bei Augstein als sehr durchlässig. Richtig ärgerlich wird es für mich auf S. 90, wo behauptet wird "Es gibt nämlich in Deutschland schon lange keine Auwälder mehr, wie sie dem Biologen vorschweben. Generationen von Ingenieuren haben Donaus, Rgein und Elbe in immer engere Betrten gezwängt ..." Ich wohne in Hamburg-Wilhelmsburg, schätzungsweise vier bis fünf Kilometer Luftlinie vom Heuckenlock  entfernt, dem letzten verbliebenen kleinen Auenwald in Deutschland. ** Es hätte Jakob Augstein, aber auch dem Hanser Verlag und dtv, dessen Ausgabe mir vorliegt, gut getan, absolut präzise zu recherchieren, das Manuskript genau zu lektorieren bzw. das Buch erneut zu lesen. ** Ich las bis S. 138, dann ist mir die Lust vergangen. Jakob Augstein hat in sein rund 260 Seiten dickes Buch "Die Tage des Gärtners" Stoff für wenigstens fünf weitere Bücher gepackt. 
                                                                                                                                                  *RS*

 

Montag, 21. Dezember 2015

Verlierer bei Frauen

SpiegelONLINE berichtet über eine Demonstration japanischer Männer gegen Weihnachten. Sie nennen sich "VERLIERER BEI FRAUEN". Das klingt kurios - aber auch respektabel. Welcher Mann gibt schon gerne zu, bei Frauen abzublitzen oder generell mit ihnen nicht klar zu kommen? * Es sollen nur 20 Männer gewesen sein, die gegen Weihnachtsrummel + auch gegen Kapitalismus protestierten. In diesem Jahr ist es erstaunlich ruhig. Und fade. Kein Protest bei uns ... Die Weihnachtsmärkte entfalten ihren üblichen Konsumrummel und Dummbummel ---  Prima, daß es doch noch ein paar Menschen gibt, die dem Kommerz kritisch gegenüber stehen ... 
Vielleicht imponieren diese "Verlierer" der einen oder anderen Frau?
         
Ich würde es ihnen gönnen --- 
                                                                                           *RS*  

Sonntag, 20. Dezember 2015

Meher Baba - "Don't worry, be happy"

Ich lese gerade ein höchst inspirierendes und spannend geschriebenes Buch, nämlich die Autobiografie von Pete Townshend, dem Mitbegründer der Kultband THE WHO.  Townshend ist ein Anhänger  des indischen Gurus Meher Baba. * Baba (1894-1969) ist dafür berühmt, daß er, aus Protest dagegen, daß Menschen sich anschreien, vom 10. Juli 1925 an bis zu seinem Tod kein Wort mehr sprach. Schweigend scharte er Anhänger um sich, schweigend ging er auf Meditations-Tourneen. Townshend gründete in England ein Zentrum, das den Ideen und Gedenken Meher Babas gewidmet ist. * Der Welthit "Don't worry be happy" ist auch von dem Inder inspiriert. * Ich bin ein Mensch, der sich manchmal aufregt und schreit - aber dieses Buch von Pete Townshend und der Hinweis auf Meher Baba werden mich sehr lange begleiten. 
                                                                                                       *RS* 

  

Samstag, 19. Dezember 2015

Create your Ego

Eine Frau, die mich ärgern wollte, sagte: "Leg mal ne andere Platte auf". Damit meinte sie: Du redest vorprogrammiert immer das gleiche. Diese Bemerkung kränkte mich. Inzwischen kann ich locker mit dem Satz umgehe, sehe das Ganze als Spiel. Jemand will mich kränken - aber nun spornt er meine Kreativität an. Mein Ego: eine komplexe Angelegenheit. 


Freitag, 18. Dezember 2015

Die Würde des Menschen (Nachtrag)

Am 12. Dezember wurde der Tag der Menschenrechte begangen - dazu nachträglich dieser Blog, der auf einem Post meines facebook-Freundes Steffen Hannemann basiert ...


Ich kann nur hoffen  -und versuche selber aktiv dazu beizutragen- daß sich die in diesem Land an den Rand gedrängten Menschen nicht widerspruchslos die Verschlechterung ihrer Situation gefallen lassen.  
                *RS* 
 
                           

Abschied von Klaus

                          
Der Tod gehört, auch wenn wir ihn verdrängen, zum Leben.
Und die Realität des Todes und die Auseinandersetzung mit ihm ist Teil jeder Kultur.
Mögen wir möglichst lange leben
und das Beste aus unseren Talenten machen ---
                                                                                     *RS*  

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Geben und Nehmen Wilhelmsburg

                          
Gestern lagen dort gebrauchte Kleidungsstücke und ein Buch: "Anna Karenina" von Tolstoj.
Auch in diesen Tagen gibt es viel Tragik.
                                                                             *RS*

Dienstag, 15. Dezember 2015

Kalter Kaffee

Kalter Kaffee ist kalter Kaffee und bleibt kalter Kaffee,
auch wenn man rote Frabe reinkippt und zwei Würfel
Zucker beimengt.
Auch eine neue Kanne ändert nichts an dem,
was in sie eingefüllt wurde.
Der SDS vor 50 Jahren war tatsächlich
revolutionär.
Wer das Kürzel heute als Markenzeichen verwendet,
beweist, daß er von gestern ist. 
An der Hamburger Uni ist die Linke stolz darauf,
kalten Kaffee zu verteilen.
Stolz pflastert sie Häuserwände und Baumstämme
mit Kaffee-Reklame.
                                           *RS*

Nonkonformisten

Es gab schon immer Menschen, die
sich gegen die normierte Welt erhoben.
Früher hieß es PUNK.
Heute gibt es linke Spießer, die mit
gepiercten Augenbrauen und Irokesen-Frisur
beim Grill-Abend Lieder brüllen.
Der Herr mit der Melone ist übrigens
Arthur Cravan.
Ich empfehle seine Bücher
zB "König der verkrachten Existenzen". 
                                                                          *RS*

Sonntag, 13. Dezember 2015

Dank an viele


Diese Gesellschaft funktioniert - manchmal funktioniert sie auch NICHT, oder nicht in meinem Sinn.
Aber: Was wären wir ohne sog. "Ehrenamtliche", die zB beim  ROTEN KREUZ helfen und sich engagieren. 
                      DANKE!
                                            *RS*

Samstag, 12. Dezember 2015

Phantasie an die Macht


Gegen Weihnachts-Depression
    Gegen nihilistische Leere
        Gegen Ohnmacht
            Für Selbstbestimmung
                Für Brüderlichkeit

                                 Stets für eine Überraschung gut

                                         immer kreativ
                                                          auch in der Wut ...
                                                                                                  *RS* 

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Viel §§§ - wenig Spaß

Die Spielfläche ist ein mit Steinen ausgelegtes Geviert; schätzungsweise 100 qm groß + sehr steril wirkend ---
                      *RS*

Alternativ deuTSCH kreativ


WIR lassen uns nicht länger verschaukeln
   WIR lassen uns vor keinen Karren spannen
      WIR suchen Bündnispartner selber aus
         WIR trauen den etablierten Medien nicht länger
            WIR bloggen, posten, filmen + publizieren eigenständig
               WIR machen unsere Politik selber
                  WIR sind political NON correct
                                                                                             *RS*

Dienstag, 8. Dezember 2015

The Knickerbockers - "Lies" (1965)

                          
Der Sound der US-Band klingt wie frühe Beatles-Aufnahmen, vom Gesang her kaum zu unterscheiden, auch die Guitarren ..., die gleiche große Euphorie ...
(Playback-Aufnahme ---)
Der Song "LIES" soll zur Hymne und Erkennungsmelodie der hiesigen Gegner der Lügenpresse geadelt werden.
               Aber das ist nur ein Gerücht ... 
                                                                                    *RS*

ACHTUNG - Denunzianten ! ...

                           
Deutschland im Herbst 2015 - das politische Klima wird zusehends rauer.
Die von Toleranz reden und sie vom politischen Gegner einfordern, kennen selber mit Andersdenkenden keine Gnade.
Gemeinplätze wir "Islamophobie", "Homophobie" etc machen die Runde - als ideologisches Beiwerk zu körperlicher Gewalt, die dem Gegner mindestens angedroht wird.
Der täglicher Schwachsinn hat sein Fundament in den Gleichungen "links=gut" und "rechts=böse". Wer das Wörtchern "Volk" in den Mund nimmt, wird in die "rechte Ecke" gepackt oder als "Nazi" oder "Rassist" diffamiert.
Hierzulande gedeiht eine Diffamierungs-Kultur; durch anonyme Mails, Briefe etc.
Übertreibe ich?
Leute, die sich nie für meine Kunst interessierten, durchforsten meine Facebook- und Blogseite, schnüffeln auf You Tube nach Videos, mit denen sie mir falsche Gesinnung nachweisen könnten.
Die gleichen Leute, die ihren Mund nicht aufkriegten, als der islamische Dichter und Geistliche Hadayatullah Hübsch vom WESTEND, Wilhelmsburg, Vogelhüttendeich 17, ausgeladen wurde, entdecken ihre Liebe zum Islam. Was für eine Heuchelei.
Die christliche Religion wird seit Jahrzehnten in jeder erdenklichen Weise beleidigt, lächerlich gemacht, in den Dreck gezogen. Wer aber über seltsame Bräuche im Islam Witze macht, wird wie ein Kapitalverbrecher behandelt.
                                                         *RS*    

Sonntag, 6. Dezember 2015

I GOT YOU BABE

                                                               
Um die neue Woche mit etwas Lustigem zu starten, poste ich hier eine Comedy-Variante auf den Song "I got you, Babe", einen Riesenhit aus den 60-er Jahren von Sonny & Cher ... Russ Abbott und Bella Emberg sind englische Komiker --- 
                                                                      *RS*
                                  

Akif Pirincci in Hamburg

Zwei Hundertschaften Polizei, die den Veranstaltungsort, das Haus der Burschenschaft Germania Hamburg in der Sierichstraße, weiträumig absperrte. Draußen etwa 100 singende, gröhlende, Wunderkerzen schwingende Anti-Homophobiker, die das Buch "Die große Verschwulung" ihres Haß-Objektes Akif Pirincci offenbar nicht gelesen haben. Hätten sie es, wüssten sie, daß weder A.P. 

noch die meisten Buschenschaftler etwas gegen Homosexuelle haben, sonern nur etwas gegen den irren Hype, der um Homosexuelle und andere sexuelle "Identitäten" gemacht wird bis hin zur Kindererziehung, in der möglichst früh von biologischen Tatsachen abgelenkt und den Kleinen eine Gender-Indeologie aufgezwungen werden soll. Bilder aus Absurdistan. Akif Pirincci ist ein Schrift-steller, der "aus dem Bauch" schreibt und keinem Krawall aus dem Weg geht. Draußen Genderchao-

ten, die Krawall suchen und um jeden Preis provozieren. Schon das Flugblatt in aufreizendem Rosa, das zwei Burschenschaftler beim Knutschen zeigt --- irgendwie kindisch ... aber mal im Ernst: regt sich jemand darüber auf? --- Eine andere Qualität hatte die Darbietung des Songs "Das Germania-Haus brennt" von "8 balls", mit dem per Lautsprecherwagen das Germania-Haus beschallt wurde. ** Die sog. "Queerfront*innen" (???. - ein Ableger der Grünen???) projiziert eine hochneurotische Haßliebe auf Akif Pirincci und die Burschenschaft. *** Der Schriftsteller las das Nachwort zu seinem neuen Buch "Die große Verschwulung". Einige Pointen wurden mit Gelächter angenommen und goutiert. Mein Eindruck: Im Publikum saßen auch einige kritische Köpfe. Ich konnte jedoch aus Zeitgründen die Diskussion nicht bis zum Ende verfolgen. Der Autor A.P. überzeugte mich nicht ganz. Der polemische Ansatz ist sehr gut, "aus dem Bauch" geschrieben. Es könnte gelingen, einige Leser zum Nachdenken zu bringen. Literarisch gibt es Besseres. *** Pirincci ist ein Indikator für den Zustand dieses Landes. Mit einer Gesellschaft, die einen Dichter- Schriftsteller aus der Gemeinschaft ausgrenzt, weil er unbequem und störrisch ist + partout nicht der political correctness entspricht, stimmt etwas nicht. ** Die Gastgeber waren sehr höflich, freundlich. Ich führte ein paar interessante Gespräche. ** Ein insgesamt sehr interessanter Abend. Absurdistan läßt grüßen ...
                                                                                                                                              *RS*
                                                                      

Samstag, 5. Dezember 2015

Ernst Toller - Eine Jugend in Deutschland


Ernst Toller (1893-1939) war ein jüdischer Dichter, Politiker, Revolutionär, der sich als junger Mann der Arbeiterbewegung anschloß und mit Kommunisten wie auch Anarchisten kooperierte und befreundet war (Erich Mühsam, Gustav Landauer u.a.) ... er war, als er studierte, Schüler von Max Weber, dem deutschen Mitbegründer der Soziologie, der sich politisch von ihm distanzierte, aber persönlich unterstützte, etwa vor Gericht. Toller war, nach der Ermordung Kurt Eisners (1867 - 1919), zeitweilig Vorsitzender der revolutionären USPD (Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands) Bayerns und nahm als Kommandeur (Bezirk Dachau) an den Kämpfen der Münchner Räterepublik teil, die blutig niedergeschlagen wurde. ** Der Weg Tollers ist erstaunlich, da er eher der Typ "zarter Lyriker" war, äußerst sensibel, zu Depressionen neigend, hochintelligent (selbst-verständlich) - Eigenschaften, die man von einem Rote Armee-Kommandeur nicht unbedingt erwartet. ** Tollers Aufzeichnungen sind sehr literarisiert, stilbewusst ... gepackt hat mich das Buch aber in erster Linie durch den Anhang, wo sehr ausführlich Tollers Persönlichkeit, aber auch die politischen und militärischen Kämpfe der Räterepublik und sein 5-jähriger Gefängnisaufenthalt behandelt werden. ** Toller war ein Held, ein tragischer Held, der sich aufopferte und am Ende den extremen Druck im von den Nazis verursachten Exil nicht mehr aushielt und in New York Suizid beging. Toller war ein Idealist. Sein beispielhaftes Leben gibt mir einiges zu denken --- 
--- Ein empfehlenswertes Buch zum Verschenken ...! (Weihnachten!) --- 
                                                                                                                                             *RS*

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Skulptur (Entwurf)

Dies ist ein Entwurf für eine Skulptur.
Kopf in Kopf in Kopf ---
Tendenz: dynamisch ---
Ein in seinen Vorstellungen gefangener Mensch, der
herauswill
-- "endogen" und "exogen" --
Das Thema beschäftigt mich seit zig Jahren
Wie weit muß ich gehen, um nicht
innerlich zu ersticken?
Wie weit kann ich gehen, ohne
in der Psychiatrie oder im Gefängnis zu landen?
                                                                                                       *RS*    

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Skulptur der Woche


Das Häuschen steht an der Ecke Veringstr.-Fährstraße in Wilhelmsburg.
Eine tolle Idee.
GEBEN + NEHMEN.
Gute Gestaltung --- (lebendig, praktisch) ---
Du kannst dir hier ein Buch holen - oder ausleihen
und selbet ein Buch o.ä. reinstellen.
Aber auch Haushaltsutensilien kannst du spenden
oder-und mitnehmen.
                                                   *RS*

Kalt, (geistig) erkältet


Filz- und Buntstift ---
                                                                                                                                  *RS*

MV Kunstbüro 2015


MIt einem grellen Mißklang startete unsere diesjährige Mitgliederversammlung: Das WESTEND, mit dem wir diesen wichtigsten Termin des Jahres schon vor Monaten vereinbarten, lud uns kurzfristig aus, sozusagen in letzter Minute. Es war nicht das erste Mal, daß wir versetzt wurden. Offenbar vorhandene Koordinierungs-Probleme bei der Leiterin sind allerdings nur ein Aspekt der Angelegenheit. Nicht zu übersehen ist Respektlosigkeit, die uns zuteil wird. 

Ins Deichhaus, unseren Ausweich-Ort, wurden uns etliche Flaschen süßen Gesöffs gestellt (s.o.). Mit dieser Geste läßt sich vielleicht eine Kindergruppe verwöhnen - bei einem Minimum an Empathie hätte man-Frau uns die gleiche Anzahl Weinflaschen hingestellt. * Wir kauften unsere eigenen Getränke und brachten die kindische Bestechungsgabe zurück ins Westend. ***
Unsere Versammlung verlief sehr stürmisch. 
Mit meinen politischen Eskapaden, die mir zuletzt ein Veranstaltungsverbot im Atelierhaus 23 einbrachten ("Rechtsverdacht" nennt man wohl den gegen mich verhängten Bann), stieß ich auf einigen Widerspruch. Ich stimme der Gegenseite in unserem Verein zu, insofern, als ich mir darüber im Klaren bin, daß mein Auftreten (: Blogs) nicht immer diplomatisch sind. Andererseits verteidige ich meine Posts, Collagen, Solidarisierung mit Akif Pirincci u.ä. damit, daß ich in einer quasi Luftblase totaler intellektueller Gleichgültigkeit in diesem Stadtteil agiere. Ich werde an anderer Stelle noch ausführlicher darauf eingehen.  
Danke für Zuspruch - Danke auch für Widerspruch. Ich setze auf Offenheit, als demokratische Haltung, um Debatten zu führen. 
Dann die Vorstandswahlen. Zwei Mitglieder sind uns abhanden gekommen: Rose (Rücktritt), Mathias (unauffindbar). Das Foto oben präsentiert den neuen Vorstand. Er besteht aus Bärbel, Bettina, Thomas, mir, Gotthold und Anni. 
Bärbel und Anni hatten ein phantastisches Essen gezaubert. Auch dafür: DANKE!   
                                                                                                                                           *RS*