Freitag, 16. Februar 2018

Neo-Stalinisten in HH-Wilhelmsburg

Der Typ, der mich am Montagabend auf dem Weg zur Anti-Merkel-Demo als "Nazi" titulierte -siehe http://raimundsamsonkreativ.blogspot.de/2018/02/kundgebung-hh-jungferrnstieg-gegen.html9 wohn- te (zumindest) vor ca. 5 Jahren auf der Elb-Insel; damals erzählte er mir einmal auf einem Netzwerk-Treffen, daß er beim PRP = Projekt Revolutionäre Perspektive mitmache. Seinerzeit gab es eine ganze Serie von Sachbeschädigungen an Banken, Immobilien-Geschäften, einem Mode-Laden ("Messie de Luxe") usw. Im Internet war zeitweise ein Stadtplan mit vorgegebenen Anschlagszielen veröffentlicht, der aber bald gelöscht wurde. 


Kürzlich gingen wieder Scheiben zu Bruch - bei der Deutschen Bank und beim Abgeordneten-Büro eines SPD'lers. Nun bin ich kein Fan der SPD, aber diese Attacke aus "Solidarität mit der PKK" (kurdische bewaffnete Organisation) war, wie die ganzen Angriffe zuvor, sinnlos. Es gibt hier kein Proletariat oder irgendwelche Gruppen, die mit Gewalttaten zur Revolution angestachelt oder begeistert werden könnten. 
Diese Leute zeichnen sich durch am Gymnasium erworbene Intelligenz, Bücherwissen - und absolute Humorlosigkeit aus. Ich versuchte dem Jungen schon damals klar zu machen, daß er vom Leben nichts verstehe. Er hat es nicht begriffen ...
Irgendwie erinnern mich diese Aktivisten, die an Mauerwänden gerne Hammer&Sichel-Embleme hinterlassen, an die russischen Bolschewisten mit u.a. Dserschinski, der unter Lenin den berüchtigten Geheimdienst Tscheka zu einem komplexen Terror-Instrument aufbaute. 
Vom Steinewerfen und Verwüsten von Abgeordneten-Büros und Drohgebärden gegen Andersden-kende, bis zu bolschewistischem Terror ist es noch ein Weg ...
Ich vermute, daß der Angriff auf das Haus der Journalistin Uta Ogilvie auch auf das Konto dieser Leute geht.
Im Italien der 70-er Jahre verfolgten Neo-Faschisten eine strategia di tensione = Strategie der Span-nung, indem sie Bomben legten und politische Gegner erschossen. In der Hoffnung, mit der Angst und dem Chaos, das sie erzeugten, die Republik putschreif zu machen. Es funktionierte nicht.
Egal ob von "links" oder von "rechts": Ich lehne Terror und politische Gewalt ab. Stalin war äußerst raffiniert. Er sorgte selber für extremsten Terror - und brachte, um davon abzulenken, gleichzeitig die Legende vom "Antifaschismus" in Umlauf. Einer der schlimmsten Terroristen der Weltgeschichte machte den "Antifaschismus" groß.
                                                                                                          °° RS °° 

Donnerstag, 15. Februar 2018

god only knows


Für mich einer der besten Pop-Songs ever ... 1966 ein Hit der Beach Boys ...
    DAS waren noch Zeiten  ...
                  eine der wenigen Singles, die ich von damals noch habe ---  
                                Kein Wunder, daß die Beach Boys von manchen vergöttert wurden ---
            (playback gespielt...)
                                                                 
                                                                                                                                                °° RS °°

Das hatte ich noch nie gemacht

                            
sixties-Gute-Laune-Beat aus Holland
                   bissel was von Orchestrion-Musik
                                                    & Kirmes -------
                                                                                             °° RS °°

Mittwoch, 14. Februar 2018

Glücklich mit Tieren

             Gezwitscher überm Autolärm
   an meiner 4-spurigen Straße; gut
      solche Lebenszeichen mitten
                            im hektischen monströsen Hamburg...



Menschen müssen rebellieren
                                                                                                     mitunter ...
                                                   Vögel
                                                        nicht --
                                                               (oder dOch - wenn eingesperrt?)
                                                                                      
                                                                                             °° RS °° 



Montag, 12. Februar 2018

Kundgebung HH-Jungferrnstieg Gegen Merkel ++


Im Internet hatte ich von der Kundgebung letzte Woche gelesen + wollte diesmal dabei sein. Auf dem Hinweg wurde ich bereits auf der Mönckebergstraße von einem Wilhelmsburger Antifa-Typen er-kannt, der mich gleich als "Nazi" titulierte. Einer seiner Begleiter rempelte mich an, weil ich ihn angeblich fotografierte, und wollte an meine Kamera. Ich verabschiedete mich von meinem Begleiter, den ich aus Tätlichkeiten heraushalten wollte. Der Antifa-Typ, der weiß wo ich wohne, fragte "Sollen wir dich mal besuchen?". Ich erwiderte "Ja. Aber bitte mit Voranmeldung".  


Zum Glück war die Polizei mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Deutsche Demokratie 2018 be-deutet: Wer eine political NON correkte Meinung vertritt, muß von der Polizei geschützt werden vor Demonstranten, die laut "Nazis verpisst euch" oder "Antifaschista, antifaschista" krakeelen. 
Faktisch waren wir, ca. 100 (?) Demonstranten, auf allen Seiten von pöbelnden angeblichen Anti-faschisten umzingelt - zum Glück wurden diese Gegner auf Distanz gehalten.
Ich hatte mit Ansprachen gerechnet, irgendwelchen Reden. Es waren 2 TV-Teams unterwegs, die ein paar Leute (wahrscheinlich Organisatoren) interviewten. Reden wurden aber nicht gehalten. 


Ich traf unter den Demonstranten einen alten Bekannten von den Montagsdemos am Möncke-Brun-nen, an denen ich vor 5 Jahren ein paar mal teilnahm, ansonsten: lauter Unbekannte. Mit einigen ein paar Worte gewechselt. °° Da es zu gefährlich gewesen wäre, von der Demo einfach nach Hause zu gehen, geleitete uns die Polizei zum U-Bahnhof Gänsemarkt, wo wir, bepöbelt von der tobenden "Anti"fa, die Treppen hinunter zu den Bahnsteigen nahmen. 
°°° Das Entscheidende für mich war, an der Veranstaltung teilgenommen zu haben.
WIR LASSEN UNS NICHT EINSCHÜCHTERN! 
Nächsten Montagabend soll es weitergehen mit der nächsten Kundgebung. 
Mich würde nicht wundern, wenn die Hamburger SPD sie verbieten würde.
                                         Wir werden sehn! ...  
                                                                               °° RS °°

Sonntag, 11. Februar 2018

5 Jahre You Tube Kanal

Das Wilhelmsburger Kunstbüro hat seit dem 9. Februar 2013 einen You Tube Kanal.
Momentan sind dort 409 Videos zu sehen.
https://www.youtube.com/channel/UCS2IKJSjevCTcThKs0eSHsg/videos?sort=dd&view=0&shelf_id=0


Thomas und ich danken allen, die bei den Videos mitgewirkt haben, sowie auch allen, die unsere Filme anschauen, liken, disliken, abonnieren, teilen usw.
Videos zu drehen, zu veröffentlichen und zu posten macht viel spAss, bedeutet aber auch ARBEIT; Arbeit, die sich lohnt.
Wir lernen, selbstverständlich, immer noch dazu.


"Künstlerisch" sind wir offen für Dokumentationen (Interviews, Berichte über Projekte, Lesungsmit-schnitte, Konzerte u.ä.), technische Spielereien (jede Art von Experiment)...
"Politisch" sehen wir mit größter Sorge die immer stärkere Einschränkung der Meinungsfreiheit in Deutschland (NetzDG u.a.).  Ich versuche mit Videos Gegenöffentlichkeit zu schaffen. 
Meine Positionen sind libertär; als ehemaliger linksradikaler Aktivist setze ich mich heute auch mit konservativen Gedanken und Haltungen auseinander; daß ich AfD gewählt habe und unterstütze, liegt daran, daß ich mich von SPD-Grünen verraten und verkauft fühle. Die Linke vertritt teilweise Posi-tionen, die auch meine sind, etwa bzgl. der Situation der Arbeiter. Als es drauf ankam: Versprochene Unterstützung bei einer Auseinandersetzung mit der Arbeitsagentur-Arge, wurde ich jedoch im Stich gelassen. Also setze ich auf die AfD mit liberaler Strömung.
"Sozial" stehe ich, nachdem ich mehrmals meinen Job durch MOBBING verlor, auf der Seite von Obdachlosen, (ehemaligen) Strafgefangenen, Psychiatrie-Patienten und sonstigen Außenseitern, Exzentrikern; bin selber ein Außenseiter ... 
                                                                                       °° RS °° 

Freitag, 9. Februar 2018

Psychose - BÖSE Blume(n)

Mich beschäftigen seit meiner Pubertät (Ende der 60-er Jahre) psychische Erkrankungen und Versu-che, damit kreativ umzugehen. Ich entwickle Denkweisen, in denen Krankheit in Beziehung zu Kreativität steht: Kreativität als ideeller Therapie-Raum. Stichworte: Aktivierung von Phantasie und Überlebens-Wille... Die Gedanken sind nicht neu: Es gibt seit Beginn der Kultur Seelsorger, Erzieher und Mediziner -früher "Schamanen" genannt-, die bei Psychosen vorsichtig im Verabreichen von Medikamenten waren (- auch weil es die heutigen Pharma-Erzeugnisse noch nicht gab) und da-rauf setzen, den Patienten aus sich heraus zu aktivieren. Statt "krank-"- oder "wahnhafte" Äußerungen zu diskriminieren und den Betroffenen zum Verstummen zu bringen, werden selbige als Möglichkeit gesehen, in einen Dialog zu treten und den Patienten und sein Bewußtsein zu erreichen. Empathie spielt eine wichtige Rolle - wobei es mitunter schwer ist oder unmöglich erscheint, sich in die Seele und das Denken eines psychotischen Menschen einzufühlen, der sich jedem Kontakt widersetzt. Malen, schreiben, bildhauern, Theater spielen: Etwas mit sich und den eigenen Phantasien, Ideen, Ängsten usw. machen. Es gibt hier gute, von Kompetenz geleitete, aber auch dilettantische Ansätze, indem zB die Nähe von "Genie" und "Wahnsinn" beschworen wird. Das kann kurzfristig zu einer Aufwertung des Kranken führen; er schöpft evtl. Mut und Selbstvertrauen, aber den Beweis, daß er ein "Genie" sei, bleibt er meist schuldig. Sehr intelligente Patienten durchschauen auch übertriebenes Lob als eher hilflosen Versuch des Betreuers, Sympathie oder Freundschafts-Status zu erlangen.

Ich gehe a) von Selbetbeobachtung, und b) von Erfahrungen aus, die ich in der Betreuung geistig behinderter bzw. in forensischer Psychiatrie festgehaltener Menschen mach(t)e. 
Therapie ist für mich kein von Wundern begleiteter Weg, sondern mit täglicher Arbeit ver-bundenes Tun und Denken. 
Zu meinem Denk-Modell gehört die Annahme, daß in einem Menschen neben (angeborenem) Harmonie-Streben auch die Möglichkeit besteht, in Gegensatz-Widerspruch zu der ihn umgebenden Welt bzw. Situation zu treten. Dies muß nicht Symptom einer psychischer Erkrankung sein, kann sich aber in diese Richtung entwickeln. In jedem Menschen -dies lässt sich schon bei Säug-lingen/Kleinkindern beobachten- steckt die Möglichkeit zum Widerstand (bei Kleinkindern unbe-wusst).
Ein Erwachsener kann sich gegen Ausgrenzung, Mobbing, Stigmatisierung zur Wehr setzen - wobei die Gefahr besteht, daß man durch Gegenwehr die eigene Situation noch verschlechtert, auch wenn man eigentlich "recht" hat und Protest und Gegenwehr logisch und naheliegend erscheinen.

     
 Jeder einzelne "Fall" ist wert, mit größter Sorgfalt untersucht und behandelt zu werden.
                                                                                                                                              °° RS °°